Mittwoch, 8. September 2010

Festplatten mit FAT32 formatieren - kostenloses Utility "fat32format"

Das Microsoft Dateisystem NFTS (New Technology File System) ist technisch gegenüber dem FAT/FAT32 Filesystem weitaus überlegen, kann aber leider - vorallem aus Lizenzgründen - von dem meisten Nicht-Windows-Devices (MP3 Player, Spielekonsolen wie die Sony Playstation PS3) nicht gelesen werden. Der kleinste gemeinsame Nenner ist das alte FAT-Dateisystem, welches mit FAT12 bereits 1980 veröffentlicht wurde. Aktuell ist das FAT32 Dateisystem, das seit 1997 für Partitionen ab 2 GByte verwendet wird.

Da Microsoft unter WindowsXP/Vista/Windows7 eine künstliche Grenze von 32 GByte eingeführt hat, lassen sich größere Festplatten bzw. Festplattenpartitionen mit Bordmitteln nicht als FAT32 formatieren, obwohl die physische Grenze bei knapp 9 Terabyte liegt.
Abhilfe schaffen hier alternative Tools, die auch Festplatten/Partitionen größer 32 Gbyte mit FAT32 formatieren, damit digitale Satelittenreceiver und weitere Geräte die Harddisk erkennen. Ein kostenloses Kommandozeilentool wird mit FAT32Format auf  http://www.ridgecrop.demon.co.uk/ angeboten, welches die durchaus simple Aufgabe einfach und effizient erfüllt:

D:\>fat32format.exe -c4 e:
Warning ALL data on drive 'e' will be lost irretrievably, are you sure
(y/n) :y
Size : 500GB 976768002 sectors
512 Bytes Per Sector, Cluster size 2048 bytes
Volume ID is 1234:abc
32 Reserved Sectors, 1900327 Sectors per FAT, 2 fats
243241829 Total clusters
243241828 Free Clusters
Formatting drive e:...
Clearing out 3800690 sectors for Reserved sectors, fats and root cluster...
Wrote 1945953280 bytes in 77.91 seconds, 23.82 Megabytes/sec
Initialising reserved sectors and FATs...
Done
D:\>chkdsk e: /f /r /x
Der Typ des Dateisystems ist FAT32.
Volume DRIVE2GO erstellt 19.02.2010 19:30
Volumenummer: 1234-0ABC
Dateien und Ordner werden überprüft...
0 Prozent durchgeführt.

Im praktischen Gebrauch ist der größte Nachteil von FAT32, daß einzelne Dateien max. 4 GByte groß sein dürfen, darüberhinaus müssen sie in mehrere Einzeldateien zerteilt werden. Für das Abspielen größerer Videos auf der PS3 wird man nicht umhinkommen, seinen PC mit einem Blue-Ray-Brenner aufzurüsten - eine Blue-Ray-Disc hat einseitig 25GByte Speicherkapazität (als BDXL mit 4 Layern sogar sagenhafte 128GB auf einer Silberscheibe, das kann aber aktuell keine PS3).